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der 7 -8 fache Pfad 1,2,3

1. Pfad
Es gibt viele Pilger, die jahrelang den siebenfachen Weg gegangen sind. Das bedeutet, daß sie versucht haben, Glaube und Verstand miteinander ins Gleichgewicht zu bringen.

Der siebenfache Pfad hat für viele einen magischen Klang bekommen, und die Zahl Sieben wurde für heilig erklärt.

Tatsächlich ist die Zahl Sieben eine geheimnisvolle und spirituelle Zahl, denn viele Fundamente basieren auf einer Siebenfältigkeit.

Der Heilige Geist teilt sich selbst in sieben Strahlen der Zubereitung. Auf allen Gebieten verbindet sich die Zahl Sieben mit einer heiligen Vorbereitung. Es ist die Zahl der Einführung in die Weisheit der Urnatur, die Weisheit der Gnosis oder die verborgene Weisheit der Gottesordnung.

Wenn sich ein Pilger bereit macht, den Weg der verborgenen Weisheit zu gehen, dann wird er während vieler Leben bis zu den einzelnen bestimmten Phasen geführt. Die Leben, die hinter uns liegen, haben uns in diesem Leben zu einem bestimmten Punkt gebracht; bei dem einen wird das anders sein als bei dem anderen.

Denn keine einzige Religion, der man zugehört, keine einzige Glaubensüberzeugung kann uns zu etwas stempeln, worauf wir innerlich kein Recht haben. Wir wollen hiermit sagen, daß in Wirklichkeit unsere Lebenserfahrungen unseren Weg bilden.

Die Erfahrungen lassen unser Bewußtsein reifen, und sie bestimmen den Augenblick, in dem wir in eine folgende Phase der spirituellen Entwicklung eintreten können. Es ist unbedeutend, ob wir äußerlich einer bestimmten Religion anhängen, sondern es geht nur darum, wozu wir innerlich gekommen sind.

Wenn wir über das Betreten haben des siebenfachen Weges sprechen, dann bedeutet das, daß die, welche dort angelangt sind, den sechsfachen Pfad hinter sich ließen. Sie müssen nicht denken, daß die gesamte spirituelle Umwandlung nur aus einem siebenfachen Weg besteht. Die Siebenheit wird von jenen angebetet, die nicht weiter sehen können als bis zur Zahl Sieben!

Das bedeutet, daß sie nicht weiter sehen können als bis zu einer vorbereitenden Phase, die der Vervollkommnung voraus geht.

Sie können das logischerweise erkennen im Schriftbild der Zahlen. Jede Zahl, in der die Null vorkommt oder die dahin weist, verbindet den Menschen mit einer geistigen Erfahrung. Der Kreis oder die Null weist hin auf die Ewigkeit; Sie wissen das.

Bei der Zahl 6, der ersten Ziffer, die unten einen Kreis hat, wird der Mensch mit seinem tieferen Bewußtsein konfrontiert. Sie können sagen, daß er dort auf ein anderes Leben aufmerksam gemacht wird. Auf dem sechsfachen Weg muß der Mensch wählen zwischen den zwei Wegen. Sie sehen, daß hier also ein Vorspiel zur Zahl 7 stattfindet, die den sechsten und den achten Weg verbindet.

Wenn auf dem siebenfachen Pfad Glaube und Verstand vereinigt werden müssen (so wie die Universelle Lehre es sagt), muß der Mensch, der Pilger, daran interessiert sein und dafür auch die Möglichkeiten besitzen.

In Wirklichkeit besteht jede spirituelle Überwindung aus neun Wegen, wonach der Pilger, auf einem höheren Niveau, weitergeführt wird auf noch drei unsichtbare Pfade. Wenn ein Mensch neun Wege der verborgenen Weisheit gegangen ist, dann ist er für die groben Behinderungen des Stoffes unerreichbar geworden. Er hat dann bereits so viel Spiritualität in sich verwirklicht, daß er sich nicht mehr nach den materiellen Genüssen umschaut.

Darum ist es unmöglich, daß die, welche in Wahrheit und Wirklichkeit (und zwar infolge ihres Bewußtseins zustandes) den achtfachen Pfad betreten, jenen untergeordnet sind, die den siebenfachen Weg gehen.

Die Zahl 1 ist der erste Anfang der Berührung von Stoff und Geist. Es ist die Geburt, können Sie sagen. Sie sehen es auch am Schriftzeichen. Danach folgen Erfahrungen, die Stoff und Geist verbinden, abstoßen, oder auf die Probe stellen, bis daß sich bei der Zahl 6 der Geist in das Unbewußte des Menschen hernieder läßt. Dieser muß sich folglich während der Erfahrungen des sechsfachen Pfades des Geistes oder der Seele in ihm bewußt werden!

Spirituelle Sucher, wie z. B. Gnostiker - und das ist nachweisbar, nicht wahr? - haben den sechsfachen Weg mit den dazugehörenden Religionen hinter sich! Jeder von ihnen ist sich der Tatsache bewußt geworden, daß die Materie ihnen die Herrlichkeit nicht schenken kann. Sie wissen alle sehr bewußt, daß es etwas anderes gibt, daß sie gerufen werden zu einer anderen Lebensform oder zu einer Neuen Erde. Kurzum, sie tragen das Bewußtsein der Seele in sich, mit sich, und damit, daß sie dieses beobachtet haben, bestimmten sie ihre Wahl und stellten sich an den Beginn des schmalen Weges, d.h. des siebenfachen Pfades.

Wenn das nicht so ist, kann der siebenfache Pfad ihnen - und auch Ihnen - nichts zu sagen gehabt haben; denn wozu einen Weg heiliger Vorbereitung, von Gleichgewicht zwischen Glaube und Verstand, gehen, wenn man sich nicht einmal der Seele in sich bewußt ist?! Dann kann man ruhig sagen, daß solch ein Mensch wiederum zurückgefallen ist auf den sechsfachen Weg, auf dem danach getrachtet wird, ihm ein Bewußtsein hinsichtlich der einen Göttlichen Wirklichkeit beizubringen. Denn der fünffache Pfad schenkt Kenntnis und Einsicht nur über das Hauptheiligtum. Deshalb werden alle, die dabei sind, sich in den Geist des Ewigen Lebens zu vertiefen, auf den sechsfachen Weg geführt, damit sie ihre Wahl treffen können.

Danach kommt der siebenfache Pfad, auf dem der Mensch infolge des Gleichgewichtes zwischen Glaube und Verstand die Heiligkeit des Geistes erkennt. Er kann wahrhaft eine Verbindung mit dem Geist eingehen, jedoch nur für einen Augenblick. Die Berührungen sind flüchtig, da die 7 keinen Kreis in ihrem Schriftzeichen hat. Sie dürfen bestimmt nicht denken, daß diese Ziffern nur so von ungefähr in die Welt gekommen sind. Sie sind schließlich hervorgegangen aus einer heiligen Schrift, womit die tieferen Bedeutungen der Lehren angedeutet werden. Der Heilige Siebengeist ist von dem Allmächtigen zu Seinem Dienst gerufen, auf daß er der Tröster werde, der tröstende Atem, der den Menschen heilen sollte von seinen Wunden der gespaltenen Natur, ihn stärken sollte, nachdem er schließlich den bedeutungsvollen Entschluß zur Wahl zwischen den zwei Wegen gefaßt hat.

Auch diesem können Sie anhand Ihrer eigenen Erfahrungen nachgehen. Der siebenfache Weg wird durch Sie gefunden, wenn die Materie Sie gepeinigt, irregeführt und enttäuscht hat. Nach den sechs Wegen ist der Pilger fertig geworden mit seinen bitteren Erfahrungen, die ihn verwirrten, die ihm zu einer Hölle wurden, aus der er keine Erlösung sah. Er muß erst festgefahren sein, bevor der Tröster, der Heilige Siebengeist, der siebenfache Pfad, zu ihm kommt!

Plötzlich sieht dieser Mensch die Auflösung; er sieht die Notwendigkeit des Gleichgewichtes zwischen Glaube und Verstand, zwischen Herz und Haupt. Er begreift endlich, daß er ein inneres Gleichgewicht finden muß, aus dem er sich fortwährend dem Geist nähern kann. Er findet Trost in den Berührungen des Geistes, und er verlangt nur danach, daß der Geist ihm ständig näher kommt, daß er fortwährend in der Einsicht, in dem göttlichen Gleichgewicht, in der inneren Harmonie bleiben möge.

Dies ist das besondere Verlangen des Menschen auf dem siebenfachen Pfad. Er empfindet den Trost des Siebengeistes als ein Entzücken, er will darin aufgehen, und er will untergehen in der Strahlungskraft. Deshalb sind die Schwingungen der Zahl 7 lunarisch.

Einzig auch darum kann der siebenfache Weg nicht der höchste Weg sein; verstehen Sie das doch gut!

Der Mond gibt die Strahlungen der Sonne wieder, er reflektiert das Vollkommene, das Geistfeuer; aber er ist das Geistfeuer nicht. Er ist der Tröster, der in tiefer Dunkelheit doch noch ein Licht verbreitet - aber er ist das Licht nicht. Er vergegenwärtigt im Kosmos die Rolle eines Johannes des Täufers, der dem Licht voraufgeht und der den Pilger mit dem Bevorstehenden konfrontiert, doch selber der Sohn der Sonne - die Geistsonne -, das Licht, bestimmt nicht ist.

Sie müssen nun auch einsehen, wie verkehrt es ist, sich an einem bestimmten Weg blind zu starren und ihn wegen der Erhabenheit solch eines Weges zum allerhöchsten auszurufen. Es ist der größte Fehler, den der Mensch auf dem siebenfachen Pfad begehen kann; denn hierdurch schließt er sich selbst in das Gefängnis einer Phase ein - und eine Phase ist da, um durchlaufen zu werden, und nicht, um ständig darin zu verbleiben. Innerhalb der beweglichen Gesetze Gottes, die sich in den Kosmos eingesenkt haben, folgt unwiderruflich der Augenblick, da der Pilger aus solch einer Phase zurückgestoßen wird in eine niedrigere Entwicklung, da er unwürdig wird für den betreffenden Weg. Das ist doch vollkommen begreiflich und logisch, nicht wahr?!

Es gibt keinen Stillstand. Jedes Geschöpf, jedes Ding, das stillstehen will, kristallisieren will, wird außerhalb der göttlichen Gesetze gestellt und aus der lebendigen Materie verbannt.

Darum werden die, welche sich selbst an den siebenfachen Pfad gefangengeben und darauf stehen bleiben, an die Mondstrahlen gebunden, an einen Mond-Gottesdienst mit allen negativen Wirkungen, die dazu gehören. Was sie empfangen haben an tröstendem Atem, an widerspiegelnder Geistsonnenkraft, wird zu einer verkehrt gerichteten Magie. Da diese widerspiegelnde Sonnenkraft einiges Licht wahrlich besitzt, ist sie geeignet, eine Magie auszuüben. Es ist die gefährlichste magische Form, die die Welt kennt! Denn der Pilger, der sich so fanatisch festbeißende Pilger, kennt das Licht nun einigermaßen. Seine Kenntnis ist jedoch zu oberflächlich, zu flüchtig - er ist noch nicht vollkommen vorbereitet worden. Denn wenn er das wäre, würde er sich nicht festklammern an dem siebenfachen Pfad als an dem allerhöchsten.

Ist der Pilger vorbereitet und bis an das Ende des siebenfachen Pfades gekommen, ist er wirklich auf das Ufer des Jordan gestellt, dann wird er wissen, daß er weitergehen muß, und das bedeutet: in den Jordan und auf den achtfachen Pfad.

Wir wollen nun nicht sagen, daß dieser achtfache Weg der allerhöchste ist; nein, sicher nicht. Der Pilger, der Mensch oder die Seele, die sich in den Stoff einsenkt, um mit der Zahl 1 zu beginnen, die von der Sonne ausgeht, muß seine erste Periode ebenso mit einer Sonnenzahl enden, d.h. mit dem zehnten Weg.

Niemals wird eine Religion aus sich selbst heraus sagen können und dürfen: Dieses ist der wahre Glaube! Denn es gibt für den Menschen keinen alleinseligmachenden Glauben.

In dieser Welt sind alle Glaubensüberzeugungen, alle Religionsformen, alle Lehren den neun ersten Wegen des Pilgers untergeordnet.

Nach dem neunten Pfad weiß er sehr gut, daß die Glaubensform, die in dieser Welt bekannt ist, für ihn keinen Wert mehr hat. Denn nach dem neunten Pfad hat er alle Glaubensmöglichkeiten dieser Welt durchgemacht. Was auch noch geschehen mag, was auch noch kommen mag, dieser Pilger steht über einer Begrenzung, über einer durch die Lebensschule abgegrenzten Periode. Seine weitere Entwicklung vollzieht er auf einem höheren Niveau und ist dann zu gleicher Zeit ein Pilger auf dem verborgenen Pfad der Weisheit - und ein Arbeiter auf diesem Pfad.

Deshalb wollen wir Sie so gerne emporziehen aus einer Erstarrung des siebenfachen Pfades. Wir möchten Sie vorwärts brennen durch den Jordan, wo auf Sie naturgemäß angreifende Erfahrungen warten; aber wo Sie auch damit beschäftigt sind, Ihre Lehren zu verwirklichen - verstehen Sie das?!

Der achtfache Pfad liegt in dem Jordan. Sehen Sie sich nur das Schriftzeichen der 8 an. Sie muß den Pilger von dem einen Land zu dem anderen bringen, und dieser Pilger kann dort auch ankommen, wenn er auf die Gefahren aufpaßt, die viel riskanter sind als auf dem siebenfachen Pfad; denn da waren die Gefahren eingebildet. Der Pilger wird auf die möglichen Gefahren aufmerksam gemacht; er bekommt sie vorgespiegelt wie in einem Reflex, und er kann sich dann wohl einbilden, daß sie echt wären, und sich einbilden, auf dem Pfad zu stehen, auf dem Pfad der Verwirklichung. Aber in Wahrheit war er da nicht, da er sich von der Siebenfältigkeit nicht befreite, die nur den Tröster bringt.

Es ist begreiflich, daß nur eine kleine Gruppe sich bereit macht, über den Jordan zu setzen, denn nun werden die Gefahren Wirklichkeit.

Jetzt werden Sie auch verstehen, daß wir in Gemeinschaft arbeiten wollen, da der einzelne im Jordan ertrinkt! Man wird nicht vorbereitet, um als einzelner den Durchzug zu vollziehen, sondern um in Gemeinschaft den Jordan zu überwinden. Darum wird in einer solchen Gemeinschaft darauf geachtet, daß das Band zwischen den Pilgern echt und stark bleibt. Das muß sein! Dem muß alles andere untergeordnet werden.

Es darf sich niemand auf dem so realen Weg verirren, da hier wahrlich die Gefahren größer sind denn jemals zuvor. Geben Sie darum, o mutiger Pilger, acht auf Ihren Nächsten, damit er nicht im Jordan ertrinke. Achten Sie auf Ihre Brüder, die ringen, achten Sie auf Ihre Schwestern, die vielleicht zu schwach sind, um den Strom zu durchwaten. Achten Sie nicht nur auf sich selbst. Solange Sie auf Ihren Nächsten achten und ihn mehr lieben als sich selbst, wird Gott, die Geistsonne selbst, auf Sie achten, sodaß Sie nicht ertrinken. Stehen Sie nicht still, sehen Sie voraus; denn, Pilger der Verwirklichung, wir müssen noch weiter.

 

2.Pfad

Nach unserer vorigen Ausführung über den siebenfachen Pfad werden Sie begriffen haben, daß das gute Ende nicht in der Siebenheit verborgen liegt und daß diese Siebenheit, dieser siebenfache Pfad, nur der Beginn eines möglichen spirituellen Aufstiegs ist.

Der siebenfache Pfad bringt den Pilger bis an den Jordan, bis dorthin, wo dieser Strom das alte Land von dem neuen trennt. Sie können bemerken, wie gerade auf diesem siebenfachen Pfad viele Halluzinationen geboren, viele Entschuldigungen gefunden und viele scheingnostische Praktiken erdacht werden!

Und warum?
Weil das Durchschreiten des Jordans nur von einigen vollbracht werden kann, obgleich viele davon träumen, darüber philosophieren und meditieren.

Dicht vor dem Wasser ist das Ufer voll von Menschen, die sich krampfhaft am alten Land festklammern, obwohl sie den Jordan sehen und obwohl sie begreifen, daß sie durch ihn hindurch müssen. Sie können sogar von Zeit zu Zeit, wenn die Atmosphäre hell genug und ihr Bewußtsein offen ist, das Neue Land schauen. Aber niemand kann für sie den entscheidenden Schritt tun; den entscheidenden Schritt muß jeder für sich selbst unternehmen.

Hier findet man wirklich die Phase des Grenzlandes, in der viele beisammen sind, doch in der man einsam bleibt. Es ist noch keine Gemeinschaft gebildet, da noch nicht feststeht, wer den Fuß wirklich in den Jordan setzen wird. Es gibt noch Erwägungen und Scheinbewegungen. Niemand weiß positiv, wer von allen diesen Menschen wirklich in den Jordan hineingehen wird.

Eine Gemeinschaft kann in diesem Grenzland nicht gebildet werden, da innerlich (Sie müssen das begreifen) auf der Basis der Seelen-Einheit noch keine Gemeinschaft besteht. Dort, wo Herz und Haupt noch nicht vereinigt sind, besteht noch Unausgeglichenheit und Disharmonie. Jemand, der von seinem Herzen oder von seinem Haupt noch zu Dummheiten verführt werden kann, kann nicht beginnen, den Jordan zu durchwaten.

Solch ein gefährlicher Durchzug muß mit der richtigen Einstellung, mit einer guten Dosis Mut und Einsicht begonnen werden. Es ist nicht verwunderlich, daß die, welche die Erfahrung des siebenfachen Pfades gesammelt haben, Verdruß erfahren und unbegreifliche Torheiten gesehen haben. Denn diese Vorbereitung durch den Siebengeist zertrümmert den Menschen seiner Ich-Gebundenheit nach; aber dem steht gegenüber, daß der Tröster ihn von Zeit zu Zeit das Neue Land sehen läßt. Die Schmerzen, die das Ich jedoch auf diesem Pfad erfährt, werden einst ein Ende nehmen.

Jene, die über die Notwendigkeit dieser Schmerzen dem Ich nach sprechen, müssen gut bedenken, daß diese Schmerzen nicht mit einem Kampf auf Leben und Tod zwischen vielen Ichen, wodurch die Wunden heftiger denn je bluten werden, verwechselt werden dürfen. Solch ein Streit erschwert unnötig diesen siebenfachen Pfad, und das hat zur Folge, daß der Pilger schließlich nichts anderes mehr tut, als sich auf solch einen Streit vorzubereiten und sich darin zu üben.

Das ist auch einer der Stillstande in dieser Phase: das vollständige Sich verlieren im Streit von Ich zu Ich, und gleichzeitig in der Vorstellung zu leben, damit beschäftigt zu sein, den schmerzlichen Ich-Tod zu sterben. In Wirklichkeit wird dadurch das Ich gestärkt, seine Regungen und Gaben verschärft. Es gibt unzählige Manöver auf diesem Ufer des Jordan, den Menschen daran zu hindern, mit dem Durchgang zu beginnen. Sich in den silbernen Strahlen des Mondes hegend, läßt dieser Pilger seine Blicke über die Landschaft des Jordan schweifen und bildet sich ein, in dem Neuen Land zu sein. Einbildung, verführende Manöver und der alles vernichtende Fanatismus fesseln diesen Pilger an seinen siebenfachen Pfad, auf dem er einmal als ein Desillusionierter erwachen wird, weil er dann entdeckt, daß sein Neues Land nur eine Fata Morgana war, ein vom Mond gespiegelter Reflex.

Wenn wir uns dennoch zu einer Gemeinschaft zusammenfügen und fest entschlossen den ersten Schritt in den Jordan setzen, können und dürfen wir uns nicht einbilden, weiter zu sein als jene auf dem siebenfachen Pfad. Wir dürfen uns nichts mehr einbilden, denn diese irreführende Einbildung haben wir mit dem siebenfachen Pfad hinter uns gelassen. Wir werden jetzt den achtfachen Pfad betreten müssen, der das alte Land von dem Neuen Land trennt.

Jetzt kann der Geist in uns selbst, der auf dem sechsfachen Pfad entdeckt wurde, Bindung mit dem Geist, der oben ist, bekommen.
Dazwischen liegt eine Kreuzigung, eine Durchkreuzung,
was viele gerne vergessen wollen.

Wir wissen, daß Ihnen wohl einmal gesagt wurde, daß der achtfache Pfad,
so wie ihn Buddha einst gelehrt hatte, ein verkehrter, ein okkulter Pfad ist.
Wir möchten das kurz erklären: Der wahrhafte achtfache Pfad folgt notwendigerweise auf den siebenfachen Pfad in der Aneinanderreihung von Phasen, die der Krönung durch den zehnfachen Pfad voraufgehen.

Der achtfache Pfad ist für alle Spiritualisten der am heißesten ersehnte Pfad,
da er die Verwirklichung bringt.

Der siebenfache Pfad interessiert nicht so viele, weil niemand eine Vorbereitung begehrt; alle verlangen nach der Verwirklichung, nach dem Neuen Land, nach dem Geist selbst, nach der Krönung. Und jede Phase, die man meint überschlagen zu können, überschlägt man. Doch auf dieser Jakobsleiter zu den Himmeln kann keine einzige Sprosse überschlagen werden. Es gibt eine Sprosse auf dieser Leiter, auf der man, dem vollen Bewußtsein nach, mit dem Einsatz all seiner Möglichkeiten und sehr positiv von dem einen Land nach dem anderen klimmen und von dem einen Bewußtsein in das andere übertreten muß.

Das Spiel des siebenfachen Pfades ist dann aus, begreifen Sie?

Das Schauspiel ist vorüber, die Maskerade beendet. Jede Unaufmerksamkeit und jede Unwahrheit bringt den Tod des Ertrinkens und die Gefahr, der neuen Natur nach zu sterben oder die neue Natur zu beschädigen! Darum warnte man Sie vor diesem achtfachen Pfad.

Inmitten der Vorbereitungen stehend und sich der Struktur des Neuen Landes nur vage bewußt, kann und darf der Pilger niemals den achtfachen Pfad betreten; tut er es dennoch, unzulänglich vorbereitet oder im ganzen unvorbereitet, dann ist das ein sicherer Tod; dann treiben die Fluten des Jordan ihn in das Tote Meer.

Die Praxis des Zuges durch den Jordan kann nur vollzogen werden, wenn der Pilger begriffen hat, daß nun der Augenblick der Gemeinschaft angebrochen ist, und wenn er eingesehen hat, daß er jetzt Abstand von seiner falsch ausgetragenen Individualität nehmen muß. Alle Lehren, die Sie möglicherweise über Gruppeneinheit, über das Gruppeninteresse und über die Notwendigkeit einer Gruppe empfangen haben, waren nur Vorbereitungen. Die Praxis dessen liegt nicht auf dem siebenfachen Pfad, weil dort die Gruppe in Grüppchen auseinanderfällt, die allerlei Manöver ausprobieren, deren Methoden die Gruppe binden. Diese haben alle nur eines gemeinsam: Die Verweigerung des Durchgangs. Sie alle entschuldigen ihre Weigerung aus verschiedenen Gründen, und ihre Zeit geht mit dem Suchen von Entschuldigungen, Reden und Ausflüchten vorüber.

Von Zeit zu Zeit werden diese Pilger nahe an das Wasser des Jordan
herangeführt, manchmal so dicht heran, daß sie die Materie des Wassers erfahren; kaum angekommen, packt sie die Angst,
und sie wehren sich mit Händen und Füßen.

Dies gehört alles zum siebenfachen Pfad: Der Tröster bringt Balsam, aber nur, um die wirklichen Wunden dieses Pfades zu heilen; für andere Wunden ist er nicht geeignet, nicht für gewöhnlichen Stolz, für ein verbittertes Ich oder für die höllischen Schmerzen der Mißgunst. Alle diese Wunden werden vom Tröster nicht verbunden. Im Gegenteil, er wird sich von solchermaßen Verwundeten zurückziehen und sie einem anderen Heiler überlassen, der nicht aus dem Neuen Land kommt.

Sie werden sich wahrscheinlich verwirrt fragen: Wie komme ich auf den achtfachen Pfad, den Pfad, vor dem ich gewarnt wurde?

Nun, Kandidat, Sie sind auf diesen Weg gekommen, da Sie weiter gegangen sind. Dieser Pfad ist kein spezifisch buddhistischer Pfad; es ist ebenso der Pfad von Christus!

Niemand hat deutlicher den Kreuzweg, die Verbindung zwischen Geist und Stoff, zustande gebracht als der Christus.

Wenn man warnend über den achtfachen Pfad spricht, so ist das der falsche achtfache Pfad, der ohne Kreuzzug, ohne Kreuzigung, nur als eine Zusammenfügung von zwei Welten praktiziert wird.

Aber so schreibt man seit alters her nicht die Ziffer 8, da ist immer die Durchkreuzung zwischen beiden Ländern.

Vom Wasser des Jordan aus hat man zwar einen guten Blick auf das Neue Land, aber der Pilger auf dem achtfachen Pfad ist sehr beschäftigt und ist zu tätig, um seinen Blick über die Lande schweifen zu lassen. Er hat alle Hände voll zu tun, um seinen Mit-Pilgern zu helfen und um seine Mit- Jordangänger zu stützen, denn er weiß sehr gut, daß der einzelne untergeht und nach den unermeßlichen Wassern des Toten Meeres abtreiben kann.

Darum ist dieser Pfad nicht für Meditation, für Philosophie, für Träumereien und das Mondsüchtig-Werden im silbernen Licht geeignet. Die Pforte des Saturn muß jetzt durchschritten werden. Saturn empfängt den Kandidaten hier mit all seinen Schrecknissen, d.h. für die Unvorbereiteten sind es Schrecknisse; aber für den, der sich bereit gemacht hat, bringt Saturn nur die Gerechtigkeit und die Fälle, wie Pythagoras sagt.

Der Prüfungen sind viele, aber sie werden durchstanden. Nach dem Vollbringen dieses Pfades steht der Pilger vor der Fälle des Neuen Landes und schaut die wirkliche Achtheit: die acht sichtbaren Himmel, die acht Belohnungen der Intelligenz: Geistiges Erbe, Reinheit, geistige Macht, Überwindung, heilige Vorstellungskraft, Vollkommenheit, Führerschaft, Glückseligkeit. Das sind die acht Gaben dessen, der das Neue Land betritt, so lehrt die alte Universelle Lehre. Darüber hinaus wird er imstande sein, den acht Buchstaben umfassenden Namen Gottes auszusprechen, so wie dieser in dem höchsten Gebiet bekannt ist.

Dies sind die Mysterien, die der Pilger des Neuen Landes vollbringen soll. Er überwindet die Zweigliedrigkeit der vier Elemente; er steht über dem Streit, der durch die Geteiltheit beider Länder entsteht. Er hat nun wahrhaft ein Land hinter sich gelassen.

Dies ist somit die tiefere Bedeutung des achtfachen Pfades: das Gehen von dem einen Land ins andere, ohne in Irrtümer zu verfallen und ohne Selbstbetrug und Schein-Spiritualität. Es ist so, mutiger Kandidat: Es geht, in Gemeinschaft den Pfad wandelnd, keiner unter, oder wir gehen alle unter! Die, welche diesen Pfad verstehen, lassen niemals einen Mit-Pilger los, welchen Fehltritt er auch macht. Sie lassen ihn nur los, wenn dieser Pilger selbst zu erkennen gibt, allein weitergehen zu wollen. Und auch dann noch, wenn der Hilferuf solch eines Verirrten zu der Gruppe, zu der Gemeinschaft dringt, wird sich die Gemeinschaft wie ein Block, wie ein Körper, einsetzen, um den verirrten Pilger zu retten; denn in diesem Wasser des Jordan, in diesem Gebiet, bleiben alle verbunden.

Sie mögen den Jordan in aller Freiheit durchschreiten, aber zu jeder Zeit, in welchem Augenblick auch, wird ein Gleicher da sein, der ihm beisteht.

Die Freiheit dieser Durchkreuzung des Jordan beschränkt sich immer auf das Gebiet des Jordan selbst. Der Pilger selbst hat das Land seiner Freiheit bestimmt! Er hat die Freiheit gesucht und gefunden; aber wegen seines eigenen Bewußtseinszustandes wird die Freiheit von den beiden Jordan-Ufern beschränkt und begrenzt.

Er besitzt die Freiheit, zurückzukehren: zurück zum alten Ufer, wo die Menschen des siebenfachen Pfades ihren Streit streiten und wo hinter ihnen ein Land voller Leid und Unwissenheit wartet.

Er besitzt die Freiheit, weiterzugehen zu dem Neuen Land; doch dann muß über den Jordan hinübergesetzt werden, er kann nicht nach links und nach rechts, denn um ihn herum ist der Jordan. Und er geht bestimmt nicht zurück, denn sein Weg der sieben Pfade hat ihm die innere Wahrheit geschenkt.

Nun, Pilger des Jordans, wo ist Ihre Freiheit?!

Gerade weil Sie das Hindurchgehen erwählt haben, sind Sie frei; und doch sind Sie gebunden, fühlen Sie das nicht?

Es gibt kein einziges Gesetz mehr, das Sie bindet. Die alten Gesetze des Epheserlandes sind zerbrochen, die neuen Gesetze des Gotteslandes treffen Sie noch nicht, noch nicht!

Gerade hier, inmitten des Jordan besitzen Sie die Freiheit;
aber was tun Sie damit?

Wir wissen, Kandidat, mit unumstößlicher Sicherheit, daß Sie die Freiheit benutzen, um den Jordan zu bekämpfen, um den Jordan zu überqueren und sich danach an die neuen Gesetze zu binden. Aus Freiwilligkeit gehen Sie, weil Sie gehen müssen, weil Sie den siebenfachen Pfad wirklich innerlich erfahren, die Berührungen des Neuen Landes wirklich eingetrunken und den Tröster als einen Abgesandten Gottes gesehen haben.

Sie haben Ihre Freiheit in beide Hände genommen, und Sie werden die Freiheit, den göttlichen freien Willen, bittend und ringend zu dem Vater bringen und sagen: Hier ist meine Freiheit, Vater, hier ist mein freier Wille, den ich auf Deinen Altar lege!

Um dieses zu vollbringen, um diesen Pfad durch den Jordan auszuführen, empfingen und nahmen Sie Ihre Freiheit. Darum lösten Sie sich von dem siebenfachen Pfad, in dem Moment, da Sie Ihre Füße in den Jordan setzten. Und der erste Schritt war mühsam. Die Berührungen waren heftig; aber inzwischen haben Sie auch das Ufer losgelassen, und Sie waten, schwimmen und ringen sich durch zu dem gegenüberliegenden Ufer. Keiner von Ihnen wird scheitern, keiner von Ihnen wird verlorengehen, niemand wird abirren oder von den Gefahren überwältigt werden, wenn Sie nur in Gemeinschaft gehen. Das ist die Bedingung für den verwirklichenden Glauben dieser Aquarius-Zeit.

Das bewußte Individuum löst sich in Freiheit, Mut und Entschlossenheit von allen Grüppchen, um sich in einer Gemeinschaft wiederum aneinander zuschließen, da es keine andere Möglichkeit gibt. Das ist nun das Ziel einer Gemeinschaftsarbeit: zusammen durch die Realität zu schreiten, uns gegenseitig aufrecht zu halten in dem Strom von lebendem Wasser, der uns umspült, und in den Unterströmen des Brackwassers, das unsere Füße umringt.

Wir haben nicht vor unsere Gemeinschaft als die große Gemeinschaft der Auserkorenen zu sehen. Nein, wir sehen es weit umfassender: In dem Jordan, in der Verwirklichung, in der praktischen Ausführung des Kreuzzuges, finden wir Gemeinschaft mit denen, die sich in demselben Gebiet befinden. Es herrscht nur ein Gesetz in dieser Jordanphase: Liebet euren Nächsten wie euch selbst. In dieser Liebe ist jeder geborgen.

Darum sagen wir zu denen, die unsere Gemeinschaft bevölkern: Hüllen Sie sich in das reine Kleid des Jordan-Pilgers. Halten Sie Ihr Haupt emporgerichtet, damit das Licht der Wahrheit Sie ständig erleuchte, und führen Sie die Praktik der höchsten Liebe aus, damit Sie und alle, die von Ihrer Rasse sind, leben werden.

 

3. Pfad

Menschen, die sich jahrelang mit philosophischen Anschauungen beschäftigt haben, können von einer mentalen und psychischen Ermüdung befallen werden, aus der sie nur herausgerissen werden können, wenn man ihnen Beweise einer spirituellen Verwirklichung vorlegt.

Es gibt auch andere Sucher, die, müde gestritten, verwundet, enttäuscht, sich in ein Niemandsland zurückziehen, um zu sich selbst zu kommen. Es kommt darauf an, ob diese Menschen wirklich in das Wasser des Jordan hineingehen werden, d.h. noch Interesse an der Verwirklichung haben.

Wenn man sich in sich selbst zurückzieht, den siebenfachen Pfad verläßt, alle Philosophie beiseite legt und somit ein  Niemandsland erwählt, das weder direkt zum sechsten, noch zu dem siebenfachen Pfad gehört, dann kann man die Beute zahlloser parasitierender Horden werden, die es auf geistige Lichtkraft abgesehen haben! Es kommt nur allzu häufig vor, daß diese Pilger ihres so mühsam erworbenen innerlichen Lichtes beraubt werden, ohne daß sie es selbst merken.

Dann sieht man, wie sich eine Tragödie abspielt. Die Pilger des siebenfachen Pfades fallen langsam, aber sicher auf den fünffachen Pfad zurück und verstricken sich in die Ablenkungsmanöver dieser Phase: nämlich, sich intellektuell für alle möglichen Lehren zu interessieren oder die Lehre des siebenfachen Pfades künstlich und intellektuell instand zuhalten. Und sie leben dabei in dem Wahn, weiterhin auf dem siebenfachen Pfad zu stehen.

Sie können es in Ihrer nächsten Umgebung häufig genug beobachten: Der Tröster, der zu dem wahren siebenfachen Pfad gehört, zieht sich von solchen Menschen zurück. Sie vergnügen sich noch ein wenig mit dem Echo des Siebengeistes, aber er selbst ist nicht mehr da. Bald werden diese Menschen in die Vibrationen des fünften oder manchmal des sechsten Pfades eingesponnen, und man kann sehen, wie sich der Reflex des Lichtes aus ihren Augen, aus ihrem ganzen Wesen zurückzieht und sie zu den toten Stoffgebundenen werden, die zwar noch davon sprechen, was einst gewesen ist, über das, was sie einst innerlich erfahren haben, die jedoch keine spirituelle Bindung mehr damit haben.

Nur die, die sich auf dem sechsfachen Pfad aufrecht gehalten haben, werden noch aufgeweckt werden können. Dann sieht man, wie bei diesen Pilgern - wenn sie mit der Realität des achtfachen Pfades in Berührung kommen - die ganze Erinnerung an die Vorbereitung, an den Tröster des siebenfachen Pfades zurückkehrt, wie sie von einer erneuernden Freude angegriffen werden und wie sie, in Einheit mit allen, die in dem Jordan ringen, in einer Gemeinschaft, in einem Bruderband, aufgehen.

Sie erkennen einander plötzlich und haben einander lieb!

Auch dieses können Sie in der Praxis geschehen sehen!

In der ganzen Welt wohnen Menschen, die vorbereitet sind und auf den siebenfachen Pfad gestellt werden, den Pfad der Herz- und Hauptvereinigung, da der Tröster, der Siebengeist, bestimmt nicht durch eine auserkorene Glaubensform wirkt. Der Tröster kennt keine Vorliebe für irgendeine Form, sondern sucht nur nach einem geeigneten Vibrationsfeld, in dem er sich deklarieren kann.

Dieses Feld wird von denen aufgerufen, die einen sechsfachen Pfad bis zum Ende erfolgreich abgelegt haben! Wenn es jedoch nur einem Menschen gelingt, dem Tröster innerhalb einer Gruppe ein Feld zu bereiten, dann wird der Tröster sich zurückziehen, wenn solch ein Mensch hinscheidet.

Wenn eine Gruppe keinen Erfolg mehr damit hat, ein geeignetes siebenfaches Feld auszubreiten, also eine wahrhafte Vorbereitung zustande zu bringen, in der die Siebenfältigkeit vollbracht wird, dann hat der Tröster an der Glaubensform kein Interesse mehr, wie sich die Form oder die Gruppe auch nennen mag!

Dann wird irgendwo anders in der Welt ein neues Feld gesucht oder ein anderer reifer Pilger aufgefordert, ein solches Feld zu gründen. Es wird von dem Allerhöchsten wirklich keine Lichtenergie verschwendet!

Wir wissen, daß auch in einer folgenden neuen Gemeinschaft der verwirklichende Pfad nur von einer kleinen Gruppe bewußter Seelen betreten werden kann und daß in der Gemeinschaft auch andere sein werden, die sich von den Starken mitschleppen lassen.

Auf dem achtfachen Pfade gehen wir dasselbe Risiko ein wie auf den vorhergehenden Pfaden, nur mit dem Unterschied, daß eventuelle Enttäuschungen und Bitterkeiten heftiger als je zuvor erfahren werden! Dieses können Sie verstehen, wenn Sie an das Wort denken: "Je höher man steigt, desto tiefer kann man fallen! "

Darum möchten wir Ihnen einige Anweisungen auf diesem Pfad der Verwirklichung geben, auf dieser Reise durch den Jordan: Im Anfangsstadium des achtfachen Pfades sehen wir, wie noch viele bei der Gewohnheit des siebenfachen oder des sechsfachen Pfades stehenbleiben. Wir hören und sehen, wie die Angst vor dem, was vielleicht kommt, ihre Füße lähmt. Warum?

Dies beweist, daß sie die Struktur dieses Pfades durch den Jordan bestimmt noch nicht kennen!

Die Angst vor dem noch Unbekannten wurde auf einem vorigen Weg aufgetürmt, da sie fortwährend vor möglichen Gefahren gewarnt wurden, vor einer zu frühen Verwirklichung des spirituellen Ideals, und da sie fortwährend konfrontiert wurden mit möglichen Irreführungen, mit eventuellen spirituellen Beschädigungen, die davon die Folge sein könnten! Ihre Angst wurde stets aufs neue entfacht, da man sie von einem folgenden Pfad abhalten wollte, da man sie bewußt auf dem siebenfachen Pfad festhalten wollte, denn so weit waren sie in dem Augenblick. Sie konnten nicht weitergehen, denn sie mußten erst bereit sein. Das Bereitwerden geschah, als sie innerlich von der Angst Abstand nahmen, als die Warnungen vor möglichen Irreführungen, Gefahren und Beschuldigungen ihnen nicht mehr so sehr viel zu sagen hatten, sondern eine innere Stimme in ihnen erwachte und sagte: "Ich muß weiter, was auch geschehe, denn hier stehe ich vor einer Mauer!"

Kennen und kannten Sie diese innere Erfahrung?

Kennen Sie das Ersticken, als wollte man Sie in einem Gefängnis festhalten, wo Sie doch nach Licht und Luft verlangten?

Das ist nun Ihr Abschied von einer bestimmten Phase des Einen-Pfades-nach-oben, und der Abschied kann lange dauern, da Sie - mit allem, was in Ihnen ist - in diesem Augenblick äußerlich an den Pfad gebunden sind! Außerdem wird auf solch einen Menschen immer auch von außen ein Druck ausgeübt.

Dieser Mensch muß wirklich mit der gewaltigsten Emotion im Leben brechen: mit der Angst. Dann kommt dieser Pilger in den Jordan, nahe an das Ufer des alten, verlassenen Landes, und er kann, aus einer kleinen Entfernung, die Menschen an dem Ufer beobachten. Ist in ihm noch eine innere Bindung vorhanden an die, die einander auf dem Ufer bekämpfen? Wenn ja, dann kann plötzlich wieder die Angst bei ihm durchbrechen, dann kann all das Alte wieder auflodern und ihn zu dem Ufer zurückjagen. Doch viele dieser Pilger der Verwirklichung haben bereits den folgenden Schritt getan, und für sie ist das alte Ufer zu weit entfernt, um jemals dorthin zurückzugehen! Für sie gibt es nur das: Vorwärts!

Doch diese Pilger, diese wahrhaften Beschreiter des achtfachen Pfades, kennen keine Angst mehr, denn das Licht aus dem Neuen Land hat sie bereits so stark berührt, daß sie wie durch einen Magneten aus dem gegenüberliegenden Ufer gezogen werden. Sie brauchen keine Ratschläge mehr, denn sie stehen in Bindung mit den Vibrationen des Neuen Landes, das die göttlichen Ratschläge direkt in ihr Herz gibt. Sie brauchen keinen Leiter mehr, der sie fortwährend anspornen muß, denn der Ansporn ist als eine neue Triebkraft bei ihnen selbst eingezogen!

Das sind die Menschen, die eine Gemeinschaft bilden, sie sind das Herz der Gemeinschaft, in dem das neue Leben klopft, in dem die Reinheit standhält, in dem die Wahrheit aufleuchtet und in dem die Liebe für die Nächsten brennt.

Dachten Sie wirklich, daß solche Menschen ihre so notwendigen Kräfte verschwenden würden, indem sie einander bekämpfen?  Denken Sie doch einmal daran, wo all die Pilger Halt finden sollten, wenn das Herz solch einer Gemeinschaft auseinander fiele?

Denn hier, vergessen Sie das niemals, auf dem achtfachen Pfad steht man zusammen in dem Jordan, und wenn das Herz einer Pilgergemeinschaft verblutet, auseinandergerissen wird, dann ertrinken viele!

Aber diese wollen oftmals lieber ertrinken, als zu dem einmal verlassenen Ufer zurückzugehen, wo man in einem blutigen Streit verwickelt ist, um das Ich-eines-anderen kaputt zu schlagen!

Da dieser Pilger des Jordan so weit gekommen ist und es auf der Basis der Vorbereitung und der Widerspiegelung gewagt hat, in den Jordan hineinzusteigen, mit allen seinen Risiken, kann er es sich nicht mehr erlauben, mit den höheren Werten zu feilschen und das Licht des Neuen Landes zu negieren oder ein Schauspiel zu bieten.

Das würde nur beweisen, daß er bestimmt noch nicht den siebenfachen Pfad verlassen, noch nicht einmal den sechsten vollendet hat. Wir raten daher dem Kandidaten vorauszusehen, übereinstimmend mit diesem Gesetz des Pfades-durch-den-Jordan. Er muß durch die Pforte des Saturn (dem Hindernis) hindurchziehen und nur das Neue Land vor Augen haben, das hinter dieser Pforte wartet.

Wenn man innerhalb der Pforte ein Kampfturnier bildet, wird die Pforte zu eng, um viele zu umschließen. So müssen sie fallen, sie werden mitleidlos von der Pforte heruntergestoßen, da die Pforte nur den einzelnen Zugang verschafft, und diese dürfen von den Lapidem Spitalauficummachern nicht zurückgehalten werden.

Die Überwindung ist zu wertvoll, und alle, die von den einzelnen mitgeführt werden können, haben das Licht zu sehr nötig, als es von den Nicht wollenden überschatten zu lassen. Und sie, die den achtfachen Pfad dem Pilger bringen, werden stets aufs neue versuchen, das Licht des Neuen Landes über diesen Jordan scheinen zu lassen, damit die Starken die Schwachen unterscheiden, damit keiner in Dunkelheit ertrinke, damit die Starken stets aufs neue Kraft empfangen und die Schwachen sich aufrecht halten können.

Auf diesem Pfade kann der wissende Pilger nichts anderes tun, als das Gebiet der Freiheit zu beleuchten. Von dem gegenüberliegenden Ufer wird man Ihnen zurufen können: "Setzen Sie Ihren Fuß hierhin ", oder "setzen Sie Ihren Fuß dorthin!"

Aber werden Sie wirklich zuhören?

Ist Ihr Ohr noch abgestimmt auf Ratschläge, auf Belehrungen?  Schauen Sie nicht viel mehr nach einer ausgestreckten Hand aus, die die Ihre ergreift und Sie tat wirklich vorwärts zieht, häufig, ohne zu sprechen?

Die Ratschläge sind für die, die zögernd den ersten Schritt in den Jordan gesetzt haben, und ihnen ist nur zu raten: Gehe weiter, schaue dich vor allen Dingen nicht um, ergreife nicht die Hände, die dich zurückhalten wollen, sondern wage es mit dem einen Licht des Trösters, das du gekannt hast. Das ist die schwierigste Phase: alles los zulassen, den Grund unter den Füßen zu verlieren und sich in den Jordan zu stürzen, nur mit der Erinnerung an den Tröster im Herzen!

Diese Erfahrung haben viele durchkämpft, und sie haben überwunden! Denn hier ist der Sprung ins Dunkle gekommen, der Schritt von der Philosophie zur Verwirklichung, dem sich das Ich, der unvorbereitete Pilger, widersetzt, den aber der vorbereitete Pilger des siebenfachen Pfades vollziehen kann!

Kennen Sie nicht die innere Erfahrung, die starke Bewegtheit, in der Sie fest entschlossen das alte Ufer loslassen, obwohl Sie für einen Augenblick das neue Ufer nicht sehen?

Dann kommt die Erfahrung bestimmt! Dann kommt noch das innere Ringen, denn dieses wird niemandem erspart. Vielleicht sind Sie noch nicht wirklich in dem Strom zwischen beiden Ländern untergegangen, sondern besitzen noch die sicher scheinende Bindung mit dem alten Ufer und ergötzen sich an den wahrgenommenen Bildern des Jordan, während Sie selbst keinen Anteil daran haben!

Diese Situation gehört ebenfalls zu dem siebenfachen Pfad, das Sich-selbst-Beträgen mit Dingen, die man wahrnehmen kann, an denen man jedoch nicht teilzuhaben wagt. Das ist Selbstbetrug und endet mit Enttäuschung. Von solchen wird das Licht nicht ausgebreitet über das Gebiet des Jordan hin; denn sie sind nur die Schwätzer, die Angst vor dem Wasser haben, die aber so tun, als wären sie die Mutigen. Sie werden die Konsequenzen des achtfachen Pfades niemals annehmen können.

Es gibt für diese Zögernden nur einen Rat: Lassen Sie das alte Ufer los! Doch in ihren Herzen wollen sie nicht loslassen! Sie hoffen weiter auf eine andere Möglichkeit; denn der Sprung in das Unbekannte zieht sie keineswegs an!

Der achtfache Pfad bringt die größten Hindernisse in das Leben des Pilgers; er wird durch die schwersten Prüfungen gehen, und das bedeutet, den Jordan zu durchwaten. Doch er erfährt auch die höchsten Freuden, die der Pilger nur erfahren kann: und das bedeutet, daß er den Besitz des inneren Lichtes bewußt erfährt.

Gerade um dieses Lichtbesitzes willen wird er angefallen, wird er von allen verspottet, die an dem alten Ufer stehen. Ihre Mißgunst peitscht sie auf, da sie wissen, daß dieser Mensch den Jordan durchwaten kann. Die Trennung zwischen ihnen und dem Jordan-Pilger wird jedoch so groß, daß kein einziger Angriff ihm mehr Gefahr bringen kann. Dann befindet sich dieser Pilger des achtfachen Pfades in einem anderen Gebiet, außerhalb ihres Bereiches.

Er hat seine Freiheit benutzt, um ihnen durch den Jordan zu entfliehen, der einzige Ausweg, der ihm übrigblieb. Die Prüfungen, die seiner warten, sind von einer ganz anderen Art als auf dem vorigen Pfad, und wer sich nicht in dem Jordan befindet, wird die Prüfungen nicht erfahren, ebensowenig wie die großen Freuden. Darum teilen sich die Prüfungen und die Freuden nur denen mit, die das Ufer losgelassen haben.

Das Licht der Lichter bescheint dann das Gebiet, das um sie und vor ihnen liegt, und dadurch können sie weitergehen. Solange die, welche die lebende Einheit in dem Jordan bilden, dieses Licht noch aufrufen können, wird kein Verdruß, kein Hindernis zu schwer sein!

Sie, die Sie den Schritt gewagt haben auf der Basis der Erinnerung an das Licht und auf der Basis des Lichtes in Ihnen, fügen Sie Ihre Lichtkraft zusammen, auf daß dieser Pfad des Jordan erleuchtet werde!

Ziehen Sie alle herbei, bis an das Ufer des Neuen Landes, und bleiben Sie nicht stehen bei Erwägungen! Denn wahrlich, dieser Pfad durch den Jordan hat keine Erwägungen nötig, sondern die Tat, die die Schwachen stärkt und die Starken mit Mut belädt!

Gehen Sie dann weiter, Hand in Hand und Herz an Herz! So kann Ihnen nichts geschehen!

 

Marion Burke  09  2004-2017

 

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